Der schwerste Weg meines Lebens

 

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Medikamente 11.02.17

Vor gut 30 Jahren war ich Medikamenten süchtig. Ich war zu dieser Zeit in einem Kinderheim. Wir waren 4 Mädels und als uns nichts mehr besseres in den Sinn kam, nach dem wir Finger in den Halssteckten, nach jedem Essen, alles nach gemessen haben mit einem Meter, nach jeder Mahlzeit ob es vielleicht schon einen kleinen Millimeter weniger sein mag. Abwaschmittel Trinken und Spritzen ( Klar, weis ich heuten wie bescheuert dass war.) Doch wir fühlten uns von unseren Familien abgeschoben und waren glaube ich heute, auf der suche nach etwas das uns den Schmerz nimmt. Nach diversem sind wir irgendwann bei den Medikamenten hängen geblieben. Wir haben gemeinsam gesammelt alles was wir irgendwie in die Hände bekamen und dann dementsprechend geteilt. Bis zu jenem Tag, an dem N nach denn Medikamenten bewusstlos wurde, mit der Sanität ins Spital gebracht wurde. Ihr wurde der Magen ausgepumpt und danach begannen die Vernehmungen von uns anderen. Wir waren alle Geschockt und knapp 12-14 Jahre alt. Wir haben dann eingewilligt den Entzug zu machen. Es war eine enorm harte Zeit. Als der Entzug durch war, war ich noch paar Wochen in dem Kinderheim. Als ich von dort weg war, in meinem Französisch Haushalts Lehrjahr habe ich es dann geschafft ganz aufzuhören. Die ganzen Jahre hindurch musste ich mich bei jedem Kopfweh Medi sehr daran Erinnern wie schlimm der Entzug war und das ich dorthin in die Abhängigkeit nie zurück wollte. Ich schaffte es jedenfalls 30 Jahre nicht wieder abhängig zu werden. Mir nicht den Tagesablauf durch die Medis bestimmen zu lassen. Dann kam im letzten Herbst der Moment in dem ich Überzeugt war das die Polizei vor der Türe steht und mir gleich Mitteilen wird das mein Kind gestorben sei. Dieser Schmerz, unbeschreiblich, schlimmer als alles was ich je in meinem Körper als Gefühl in irgendeiner Art Wahrnehmen konnte. Der Schmerz hörte nicht mehr auf, und ich bin Abends vor den Badezimmerschrank gestanden und habe recht viel an Medis genommen, nur weil ich wollte das dieser Schmerz aufhört. 5 Tage später kam ich in die Psychiatrische Klinik. Sie haben mir dort Medis gegeben, ich habe mich erst dagegen gewehrt, dann kam der Oberarzt und Sagte, die Spannung die sich über Jahre aufgebaut habe, würde sich ohne Medis nicht abbauen lassen. So habe ich die mir verordneten Medis genommen anfangs waren es 16 Stück am Tag. Bei meinem Austritt waren es immer noch 14 Stück und so leid es mir tut damit ist man nicht Fähig innerhalb der Familie zu Funktionieren. Also habe ich immer etwas weniger genommen, die übrigen Medis gesammelt. Letzten Freitag musste ich ja die gesammelten Medis aufgrund einer möglichen Suizidalität abgeben. ( Text weiter vorne) Ich Dachte eigentlich ich hätte alles im Griff. Doch seit ich diese gesammelten Notvorrat abgeben musste, fühle ich mich so Ausgeliefert. Es macht mich Nervös. Obwohl ich das Gefühl hatte ich hätte die nur gesammelt um etwas zu haben wenn es gar nicht anders geht. Aber ich sehe ein, auch wenn ich nicht in dem Masse Abhängig bin wie als Jugendliche, so bald es einem Gedanklich beherrscht ist es der Anfang vom Ende. Da bin ich ganz sachte und mit vielen Problemen rein geschlittelt. Ich schäme mich in Grund und Boden, nebst dem vor meiner Familie und Freunden und vor mir selber. Ich wollte nie, nie, nie dorthin zurück. 30 Jahre Kampf für nichts und wieder nichts.
16.2.17 14:42
 
Letzte Einträge: Valentinstag 17, 16.02.17 , 18.02.17, 19.02.17, 20.02.17, 21-02-2017


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